Kann denn Leistung Sünde sein?

Erhard Mott

Jetzt bis 85 Nm Drehmoment
BOSCH Performance Line CX Gen.4

Tipps von Erhard Mott

Aufgrund des Wettbewerbs führte BOSCH für den Performance Line CX Gen.4 im Herbst 2020 eine Software mit 85 Nm an! Da freuen sich die E-Mountain-Biker, denn nichts geht über Leistung! 

Die 85 Nm Software kann von jedem BOSCH E-Bike Händler auch nachträglich auf den BOSCH Performance Line CX Gen.4 Motor aufgespielt werden. Allerdings ist es nicht für jede*n E-Biker*in not-wendig. Für E-Trekking-Bikes, E-City Bikes usw. resultiert durch die mehr Kraft auch ein höherer Stromverbrauch. 

Bitte denken Sie nach, wie oft Sie den Turbo-Modus beim Fahren gebraucht haben oder brauchen werden. Touren E-Biker*innen vermeiden tunlichst im Turbo Modus zu fahren, der Motor frisst unter Volllast Strom ohne Ende. Ich empfehle für E-Reiseräder / E-Trekkingbikes die 75 Nm Software-Version. Übrigens wird der Sekundärantrieb (Kette, Ritzel, Zahnriemen) ebenfalls bei der "schwächeren" Version weniger belastet und hält länger.

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So konfigurieren Sie mit uns
Ihr perfektes E-Bike Projekt:

Anleitung zum Konfigurieren

Wir möchten Sie so gut wie möglich über die Technik unserer E-Bikes informieren. Schauen Sie deshalb bitte vor dem Konfigurieren unter den E-Bike Modellen zuerst in die Aussstattungsoptionen je nach Modelltyp an. Dort informieren wir Sie verständlich über die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Technik.

So konfigurieren Sie Ihr Wunsch E-Bike :

  1. Wählen Sie unten die E-Bike Modellvariante nach Rahmenform & Schaltung aus
  2. Klicken Sie auf das Bild des jeweiligen Typs -> es öffnet sich der Konfigurator
  3.  Fügen Sie das gewünschte E-Bike zur Konfiguration hinzu
  4. Mit  weiter konfigurieren fügen Sie die weiteren Optionen ab Werk hinzu.
  5. Mit Konfiguration anfragen können Sie Konfiguration anfragen und...
  6. Geben Ihre Adresse an weiter
  7. tragen Ihr Gewicht & Körpergröße ein und schicken Ihren Konfigurationsvorschlag an unser Team ab.
  8. Wir beraten Sie anschließend über die richtigen Größe, Farben usw. und prüfen mit Ihnen, inwieweit die Konfiguration mit Ihrem Projekt stimmig ist. Daraus resultiert der Projekt-Preis. Wir machen Ihnen dann ein individuelles Angebot.

Unsere E-Bike Modelle mit BOSCH Performance Line CX Motor

E-Bike BOSCH Performance CX

Alle Angaben, Technik- und Preisänderungen sowie Irrtümer vorbehalten.

Technische Daten
BOSCH Performance Line CX Gen.4

Zu den BOSCH Performance Line CX Generation 4 gibt es mehrere Software Varianten. Je nach Baujahr, Geschwindigkeit und Einsatzbereich. Während der BOSCH Performance Line CX Gen.4 in Pedelecs 25 km/h Verwendung findet, wird der BOSCH Performance Line CX Cargo in Lastenrädern verwendet. Die "Hardware" ist immer die gleiche, lediglich die Software macht den Leistungs- und Charakterunterschied der einzelnen Fahrmodi aus.

Da wir Sie als unser zukünftige*r Kunde*in bereits vor dem E-Bike Kauf gut informieren möchten, stellen wir hier die Datenblätter der BOSCH Performance Line CX Gen.4 Motoren zur Verfügung.

Durch einige Tricks gelingt es uns auch, die Charakteristik der unterschiedlichen Fahrmodi für die jeweilige Person zu optimieren.

Welche Software für Sie letztendlich die beste ist, stellt sich auf Probefahrten auf unseren Teststrecken und den unterschiedlichen E-Bike Modellen heraus.

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Technische Daten als PDF Datei

eMTB Modus
BOSCH Performance Line CX

Tipps von Erhard Mott

Viele wissen nicht so richtig, was der eMTB Modus ist und wie man ihn benutzt. 

Seit 2017 bietet BOSCH für die Performance Line und Performance Line CX Motoren wahlweise statt des Unterstützungs-Modus "Sport" den Modus eMTB an.

Wir als BOSCH E-Bike Händler können unseren E-Bike Kunden*innen alternativ den Sport- oder eMTB Modus als Software aufspielen.

Welche Vor- und Nachteile bietet der eMTB Modus?

Entwickelt wurde der eMTB Modus von E-Mountain-Bikernfür den harten Geländeeinsatz:

Beim Befahren von holprigen Singeltrails kann es vorkommen, dass Fahrer*innen stark durchgeschüttelt werden. Dann ist es unmöglich, gezielt mit dem linken Daumen das BOSCH Bedienelement zu kontrollieren!

Der eMTB Modus ist perfekt für den harten Geländesport

Der eMTB Modus bietet den Vorteil, dass man mit seiner Beinkraft (Pedaldruck) die Motorunterstützung zwischen Modus Tour und Turbo aktiviert. Solche sportlichen Geländefahrten finden über eine relativ kurze Strecke statt und der Akku ist nach wenigen Kilometern leer gefahren. (nur 20 - 30 km Reichweite im eMTB Modus sind normal)

Sportliche E-Biker*innen legen große Strecken schnell zurück

Bei Touren E-Bikes kommt es auf die maximale Reichweite an, die man mit einer Akkuladung zurücklegt. Sie fahren deshalb im allgemeinen im Eco oder Tour Modus und wählen bei Steigungen je nach Bedarf kurzzeitig mehr Motorunterstützung im Sport- oder selten im Turbo-Modus. Im eMTB Modus "verbrennen" Sie unkontrolliert sehr viel Strom. Das schmälert deutlich die Reichweite. Es sei denn, Sie sind so stark, dass Sie im eMTB Modus im Geschwindigkeitsbereich von etwa 25 km/h bis 27 km/h treten können. Dann ist der Stromverbrauch geringer als im Turbo-Modus. Und Sie kommen sehr schnell vorwärts! Ein dadurch nicht zu unterschätzender Trainingseffekt ist mit der Zeit deutlich spürbar! Denn es ist nicht so bequem, als einfach in den Turbo Modus zu schalten und sich vom Motor schieben zu lassen... 

eMTB - der perfekte Innenstadt-Modus

Bei häufigem Anhalten und Beschleunigen müssen Sie normalerweise ständig auf das Bedienelement tippen, um die ideale Motorunterstützung zu wählen. Im eMTB Modus beschleunigen Sie beim Anfahren kurzzeitig wie im Turbo-Modus und der Motor regelt wieder sanft ab. Dadurch vermeiden Sie das "Verschlucken", welches dann vorkommt, wenn Sie zu langsam in Turbo-Modus fahren. (Der Motor will beschleunigen, bekommt aber zu wenig Pedalkraft eingeleitet.

Um festzustellen, ob auf Ihrem E-Bike der eMTB Modus installiert ist, schalten Sie vom Tour-Modus mit der + Taste auf die nächst stärkere Unterstützungsstufe. Dann erscheint kurzfristig eMTB auf dem Display.

Resümee

Der eMTB Modus bringt für alle E-Biker*innen mit Kraft in den Beinen einen großen Vorteil. Sie brauchen weniger zu tippen, passen die Motorleistung intuitiv an die Gegebenheiten der Strecke an und trainieren obendrein Ihre Beinmuskulatur und Kondition. Wer sich nicht sicher ist, welche Software wir beim E-Bike Kauf aufspielen sollen, hat bei uns beste Möglichkeiten, alle BOSCH Systeme zu testen!

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Technische Beschreibungen
BOSCH Performance Line CX Gen.2 / Gen.4

Tipps von Erhard Mott

Ab der Modellreihe 2020 verbauen E-Bike Hersteller neben dem bisherigen BOSCH Performance Line CX Generation 2 auch den neuen BOSCH Performance Line CX Motor Generation 4

BOSCH zielt mit dem Performance Line CX Gen.4 besonders auf die Anforderungen sportlicher E-Mountainbiker ab. Diese brauchen für härtesten Einsatz bei permanent vollster Dauerbeanspruchung im Turbomodus ein stabiles Aggregat.

Leider haben die BOSCH Leute die "normalen E-Biker" vergessen, die auf ihren Touren nur kurzfristig das maximale Drehmoment von 75 Nm bzw. 85 Nm benötigen: Das sind die schwergewichtigen XXL Personen oder Tourenradler/-innen, die mit Gepäck unterwegs sind.

Für diese große E-Biker/-innen Gemeinschaft ist bzw. war der ausgereifte BOSCH Performance Line CX Gen.2 vollkommen ausreichend. Was ihm angekreidet wurde, war ein gewißes Fahrgeräusch und dass er ohne Motorunterstützung nicht auskoppelt. 

Dem stehen meine persönlichen E-Bike Er-Fahrungen gegenüber:

  • Nach 500 bis 1.000 km Einlaufzeit ist der "alte" CX Motor genau so leise wie der "neue".
  • Das Auskoppeln bringt gar nichts, denn bei einer Geschwindigkeit von über 25 km/h ist die Masse eines E-Bikes kaum noch aus eigener Kraft zu beschleunigen. (Vergleichsfahrten CX alt / neu haben dies bestätigt.
  • Das kleine Antriebsritzel der Gen.2 war optisch eine smarte Lösung, besonders an E-Trekking- oder E-City Bikes mit Ketten- oder Zahnriemenschutz. Das jetzige große Zahnrad ist optisch und konstruktiv ein Rückschritt.
  • Bei Verwendung eines Zahnriemens muss dieser beim BOSCH Gen.4 bereits nach 500 bis 1000 km Fahrleistung nachgespannt werden. Der Vorteil der Wartungsarmut eines Zahnriemens ist demnach nicht mehr so relevant. (Als unser E-Bike Kunde*in zeigen wir Ihnen in unserem internen Kundenbereich "Mein Mott eBike", wie Sie selbst den Zahnriemen an Ihrem Riese & Müller oder Tauber-Rad nachspannen können.

Fazit:

  • Wer ein E-Bike mit dem "alten" BOSCH Performance Line CX Gen.2 kauft oder gekauft hat, macht/e keinen Fehler!

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Was wurde geändert?
BOSCH Performance Line CX Generation 4

Tipps von Erhard Mott

Es wurden gegenüber dem Vorgängermodell Gen.2 folgende Verbesserungen gemacht:

  1. Leichter
  2. Kleiner
  3. Geräuschärmer
  4. Motor koppelt aus wenn ohne Motorantrieb getreten wird.
  5. Schnellere Ansteuerung
  6. höhere Dichtigkeit

Nach meinen Recherchen und Probefahrten in E-Trekking Bikes von Riese & Müller sowie Tauber-Rad konnte ich Folgendes feststellen:

  1. Der Motor ist um ca. 1 kg leichter geworden.
  2. Auch wurde der Motor kleiner und lässt sich optisch noch mehr im Rahmen integrieren.
  3. Geräuschärmer ist der Motor nicht unbedingt geworden, die Geräusche haben sich lediglich verändert.
    (Alle Performance Line CX Motoren haben ein robustes Metallgetriebe, daher die Geräuschentwicklung gegenüber Kunststoffgetrieben in BOSCH Motoren Gen.3) 
  4. Das Auskoppeln hat keinen spürbaren Vorteil beim Fahren ohne E-Unterstützung gebracht. Die E-Bikes mit dem Performance Line CX Gen.4 laufen ohne E-Antrieb genauso leicht oder schwer wie mit dem Performance Line CX Gen.2 Vorgängermodell.
  5. Das jetzt große Antriebszahnrad Generation 4 ist optisch gewöhnungsbedürftig und wesentlich teurer, insbesondere mit Zahnriemen.
  6. Es deutet sich ein höherer Stromverbrauch der Gen.4 an. Vermutlich wurde aus diesem Grund der ECO Modus schwächer ausgelegt.

Datenblatt BOSCH Performance Line CX Generation 4 »

Für wen bzw. welches E-Bike Modell sind die BOSCH Performance Line CX Motoren geeignet?

  • E-Mountainbikes, die stark beansprucht werden
  • XXL E-Bikes für schwere Personen ü.100 kg weil 75 - 85 Nm Maximalkraft
  • im Anhängebetrieb
  • für E-Lastenräder
  • Hochwertige E-Bikes, die für lange Haltbarkeit gebaut sind (verstärktes Metallgetriebe)

Fazit:

  • Der BOSCH Performance Line CX Generation 4 ist wie der bisherige Gen.2 weiterhin der robusteste BOSCH Motor mit sehr hoher Maximalkraft von 75 - 85 Nm, entwickelt für sportliche E-Mountain Bike Fahren unter Wettkampf-Bedingungen.
  • Leider wurde bei der Entwicklung des Performance Line CX Gen.4 die Zielgruppe der Tourenbiker und schweren XXL Leute vergessen. Für die war der bisherige BOSCH Performance Line CX Gen.2 Motor ideal weil kleines Antriebsritzel + Kettenschutz und optimalere Tretansteuerung auf langen Touren. Mittlerweile können wir jedoch durch eine große Auswahl an Software-Varianten den BOSCH Performance CX Gen.4 individuell an die jeweilge Person und Fahrgewohnheiten anpassen!
  • Mit Einführung der 85 Nm Software haben Sportler noch mehr Fahrspaß. In Verbindung mit einem 625 Wh Akku oder dem BOSCH DualBattery System lassen sich trotz Mehrverbrauch an Strom auch große Reichweiten erzielen.

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Der sichere Weg zu Ihrem perfekten E-Bike

Schritt 1:
online beraten

Online Kaufberatung.
Durch Ihre Angaben schließen wir zuerst alles aus, was nicht passt.

Übrig bleibt eine enge Auswahl an Möglichkeiten.

Schritt 2:
auswählen

Im gemeinsamen Dialog ermittelt unser E-Bike er-fahrenes Team Ihr ideales E-Bike Modell mit der entsprechneden Ausstattung.

Schritt 3:
Sie entscheiden

Entweder Sie entscheiden aus der Ferne oder kommen zu einer Probefahrt zu uns nach Lauda ins Liebliche Taubertal.

Dieser Entscheidungsprozess erfordert von uns und Ihnen Fairness & Vertrauen.

Schritt 4
mobil & frei.sein

Mobil auf dem perfekten E-Bike. Frei sein durch Sicherheit. Deshalb kümmern wir uns professionell vor und nach dem Kauf um die Technik Ihres E-Bikes.

Durch Tutorials & Anleitungen machen wir Sie zum E-Bike Ge-Braucher statt Ver-Braucher.

Häufige Fragen FAQs

Welche Vorteile bringt der BOSCH Performance Line CX Gen.4 zum Gen.2?

Der BOSCH Perforamance Line CX Gen.4 ist gegenüber dem Vorgängermodell Gen.2 wie folgt verbessert:

  • leichter
  • kleiner
  • geräuschärmer
  • Motor koppelt aus wenn ohne Motorantrieb getreten wird.
  • schnellere Ansteuerung
  • höhere Dichtigkeit

Hat der BOSCH Peformance Line CX Gen.4 Motor einen höheren Stromverbrauch?

Mehr Leistung bedeutet auch immer enen höheren Stromverbrauch! Daher empfehlen wir bei Verwendung eines BOSCH Performance Line CX Gen.4 Motors mindestens einen 625 Wh Akku oder das BOSCH DualBattery System. Auch ein Ersatzakku ist auf langen Strecken eine gute Lösung. Dann sollten Sie z.B. ein Tauber-Rad E-Bike mit Rahmenakku wählen.

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Pressemitteilungen
BOSCH Performance CX

Archiv Pressemitteilung vom 19.6.2015

Am 17. Juni präsentierte Bosch E-Bike-Systems am Stammsitz Reutlingen seine Neuheiten für das Jahr 2016. Die deutsche Fachpresse erwartete zu diesem Termin keine Revolutionen. Sie bekam dann aber doch einen technischen Leckerbissen präsentiert, der....

...die meisten Journalisten spätestens bei einer dreiviertelstündigen Testfahrt über die Reutlinger Trails voll von einigen neuen Qualitäten überzeugen konnte: das überarbeitete Spitzenmodell der Bosch Performance Line mit der Bezeichnung CX. Gerne wies Claus Fleischer, Leiter der Bosch-E-Bike-Abteilung darauf hin, dass die neue Auflage in Zusammenarbeit mit Stefan Schlie entwickelt worden war. Der mehrmalige deutsche Meister auf dem Trailbike soll mit den Software-Spezialisten von Bosch vor allem auf eine Eigenschaft hingewirkt haben: „Dass der Motor absolut am Pedal hängt.“ Das kann man dem Antrieb nun nachsagen. Die Daten: 300 Prozent Unterstützung im Turbomodus soll CX bringen. Das Drehmoment, um das es seit zwei Jahren unter den Motorenherstellern einen regelrechten sportlichen Wettkampf gibt, wird mit satten 70 NM angegeben. Noch wichtiger – und ausschlaggebend für gute Performance – ist die Verfügbarkeit dieser Kraft: Etwa zwischen einer Trittfrequenz 20 und 80 soll das Drehmoment abrufbar sein. Der „Uphill Flow“ nennen Fleischer und Schlie die besonderen Fähigkeiten, die das E-Bike damit erhalten soll.

Die ersten Testfahrten konnten wie gesagt überzeugen: Auch mit sehr geringer Kadenz zieht das Rad auch an Steigungen von weit über 10 Prozent sehr gleichmäßig am Hinterrad. Der Motor eiert dabei nicht, sondern läuft auch hier rund, wenn auch deutlicher hörbar. Der Fahrer bleibt im „Gruß-Modus“, sitzt also so entspannt, dass er, wenn es die Topografie zulässt auch uphill gelegentlich die Hand Gruß vom Lenker nehmen kann. Andererseits ist auch im kleinen Gang an Steigungen nahe des technisch machbaren der Motor voll dabei, reagiert aber sehr schnell und feinfühlig auf Unterbrechung des Kraftflusses. Insgesamt ergibt sich ein sehr harmonisches und dynamisches Bild von der Motorcharakteristik.

Ganz neue Fahrerlebnisse?

Mountainbiker Stefan Schlie demonstrierte auf den von ihm angeführten Ausfahrten, dass der neue Motor nicht nur, wie bei funktionaler E-Unterstützung allgemein, einiges leichter und angenehmer macht: Er soll tatsächlich auch ganz Neues ermöglichen. Da ist genannter „Uphill Flow“ – also das spielerischen Bergauffahren, bei dem der Fahrer durch die harmonische und kraftvolle Unterstützung tatsächlich den Kopf frei hat dafür, seine technischen Fähigkeiten an Abschnitten umzusetzen, die sonst die volle Konzentration für den angemessenen Vortrieb rauben. Aber auch das Losfahren in der Steigung – nicht nur für Anfänger oft eine Herausforderung – soll durch die direkte und sensible Ansprache des Motors noch einmal erleichtert werden und so in ungewohnt extremen Situationen möglich sein; durch das hohe Drehmoment des Motors auch im großen Gang wird zusätzlich mehr Reifengrip erreicht. Außerdem verspricht man sich durch den Charakter des Antriebs und seiner Dosierbarkeit per Unterstützungsmodi auch ganz neue Trainingsmöglichkeiten beim Fahren.

Natürlich gehören diese definierten Features auch zu einem gelungenen Marketing der Marktführer. Doch wer die CX-Modelle in ihrem natürlichen Umfeld ausprobierte, konnte den Zuwachs an Fahrspaß durchaus er-fahren.

Die Leistungssteigerungen an der Motoreinheit des Performance CX wurden übrigens grundsätzlich durch die Weiterentwicklung der Software erreicht. Einen Einbauvorteil hat das Spitzenmodell aber auch: Durch die gegenüber den schwächeren Modellen veränderte Abdeckung bietet die CX am Fullyrahmen – sicher der Standard-Einsatzort des Antriebs – mehr Platz für die Federungsanlenkung.

Die Schalterkennung des Systems soll Schaltvorgänge noch dynamischer und flüssiger machen. Ein Shift Sensor registriert einen Schaltvorgang und verringert kurzfristig den Kettenzug. Einsteiger in den E-MTB-Bereich dürften sich allerdings beim schnellen Schalten anfangs über gelegentlich laute und ruppige Gangwechsel wundern. Bosch setzt beim MTB vor allem auf SRAMs 10-42 11-fach-Kassette (14er Kettenblatt), die hier sehr gut funktioniert, sauber die Gänge wechselt und eine Entfaltung von über 400 Prozent leistet.

Der Verschleiß des Antriebs dürfte bei knackiger Fahrweise allerdings enorm sein – ein Manko, das man bei Mittelmotoren, vor allem im sportlichen Sektor – vielleicht nie ganz ausmerzen wird.

Neuer Stromlieferant

Bosch bietet in Zukunft neben dem 300- und 400- auch einen 500-Wattstunden-Akku an. Gegenüber dem 400er Modell soll der neue Power Pack 500 gerade einmal 100 Gramm mehr wiegen – bei bis zu 25% mehr Reichweite. Eine Zusage an die Kundenwünsche, obwohl Bosch die Reichweite vor allem für ein “psychologisches Argument“, so Fleischer, hält. Die neue Kapazität entsteht durch Zellen höherer Energiedichte; Die Packs haben also dieselbe Baugröße und sind in Rahmen- wie in Gepäckträgerversion an Rädern ab Baujahr 2014 nachrüstbar. Kosten: um die 800 Euro (400 Wh: ca. 650 Euro).

Auch am Nyon, dem optionalen Bordcomputer für die beiden Modellreihen Active Line und Performance Line wurde gearbeitet. Hier dreht es sich beispielsweise um neue Features wie Mehrpunkt-Navigation: Bis zu 10 Zwischen-Ziele können auf einer Route nun eingegeben werden. Interessant ist auch das MTB-Routing-Profil: Hier kann man sich eine MTB-Strecke nach bestimmten Kriterien zwischen A und B suchen lassen. Eher ein Gimmick, das aber vielen Kunden gefallen wird: die topografische Reichweitenanzeige. Sie zeigt dem Fahrer grafisch die unterschiedlichen Reichweiten je nach unterschiedlichem Terrain an (muss wie eine APP für 4,99 Euro heruntergeladen und auf den Nyon überspielt werden). Auch der GPX-Import, also das Aufspielen von GPS-Tracks, ist bei den neuen Geräten möglich. Natürlich hat man auch an den Bugs und Problemen des Nyon gearbeitet – vor allem soll das Gerät nun stabiler laufen, außerdem wurde der interne Gerätespeicher auf acht Gigabyte erhöht. Ein Nachrüst-Set wird es ab Spätherbst für etwa 550 Euro (evtl. zzgl. Einbaukosten) geben.

In der Kooperation mit den Schaltungsherstellern SRAM, Shimano und Fallbrook wurden vor allem die vorhandenen Komfortfeatures ausgebaut; so schalten bei der Di2-Kombi (mit Shimano Nexus oder Alfine-Naben) die Systeme an der Ampel automatisch in einen voreinstellbaren niedrigen Gang – eine für Alltags- und Komfortfahrer sehr sinnvolle Eigenschaft.

In der Kombi Sram Dualdrive/Bosch kann die die Nabe nun auch per Hand geschaltet werden (vorher nur automatisch). Sie schaltet zum Anfahren außerdem in den ersten Gang.

Treibt der Bosch-Motor eine NuVinci-Nabe an, kann diese nun in einem erweiterten manuellen Modus betrieben werden: statt fünf stehen nun neun per Software definierte Schaltstufen zur Verfügung, Vollautomatik ist optional einstellbar.

Kette rechts für den Weg in die internationale Zukunft
Auf der Präsentation ging es nicht nur um Technik: Leiter Claus Fleischer betonte auch die Erfolge in der noch kurzen Geschichte des Unternehmens Bosch E-Bike-Systems. Vor allem aber die kurz- und mittelfristigen Visionen des Unternehmens sind interessant. Schon jetzt bemüht man sich um die „E-Bike-Schwellenländer Italien, Frankreich und UK. „Wir haben da einen ganz einfachen, klaren Indikator“, so Fleischer. „Wir orientieren uns an der Nachfrage nach Händlerschulungen. In diesen Ländern sind wir 2015/16 verstärkt aktiv. Danach werden wir den Fokus auch auf Länder wie Spanien richten, wo wir heute noch keinen so starken Trend zum E-Bike feststellen können.“

Mit Magura habe man einen sehr starken Partner in Sachen Logistik, aber auch Dinge wie Service-Hotlines etc. werden in Europa weiter aufgebaut; „da läuft eine ganze Menge“.
Was das außereuropäische Ausland anbelangt, entwickelt sich die USA, wohin das Unternehmen vor zwei Jahren seine Fühler ausstreckte, für Bosch E-Bike Systems mittlerweile sehr positiv. „Dort wurde vorher zweimal versucht, den Markt mit günstigen Importen aus China aufzubauen. Das hat in diesem Land natürlich nicht funktioniert. Wir drehen den Markt jetzt um.“ 4.000 von Magura betreute Händler-Partner gibt es mittlerweile in den USA, unterstützt von Außendienst-Mitarbeitern vor Ort. Eine Schwierigkeit: Dort muss die Technik aufwendig angepasst werden, es gelten für Pedelecs oft andere Leistungswerte und Höchstgeschwindigkeiten – zum Teil sind sie sogar in den einzelnen Staaten unterschiedlich.

Starkes Markt-Wachstum nimmt man auch in Kanada wahr. „Da werden wir geradezu überrollt, die Kanadier sind viel offener für diese Technik, als die USA zunächst waren“, so Fleischer. In Down Under kommt den E-Bike-Machern auch noch die Politik entgegen: „Australien hat die deutsche Pedelec-Norm übernommen, das macht den nachhaltigen Einstieg für uns leichter.“ Und selbst China, wo dem Fahrrad – oder auch dem E-Bike – seit Jahren ein Arme-Leute-Image anheftet und das Auto Hochkonjunktur hat, kann man bei Bosch selbstbewusst als starken Zukunftsmarkt ansehen: „Es gibt dort einen ganz starken Trend zum europäischen Luxusgut. Das ist die Schiene, auf der Premium-E-Bikes sich einen Markt erobern können.“

Wir begleiten Sie gerne auf dem Weg zu Ihrem perfekten E-Bike!